Fritz Blumenthal - Maler, Mediziner, Mainzer Bürger. Schöpferisch zu sein, ist alles

von Ulrich Oevermann

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Produktbeschreibung

Der Verlag Bonewitz hat den Katalog zur Ausstellung über den jüdischen Künstler Fritz Blumenthal gestaltet und produziert. Herausgeber: Prof. Dr. Detlef Garz, Institut für Erziehungswissenschaften, Mainz. Die Ausstellung „Fritz Blumenthal – Maler, Mediziner, Mainzer Bürger“ zeigte insgesamt 73 Exponate, die alle im Katalog aufgefühgrt sind.  

Fritz Blumenthal wurde 1913 in Mainz geboren, als einziges Kind einer in Deutschland und besonders in Mainz fest verwurzelten jüdischen bürgerlichen Familie. Die mütterliche Linie, Geburtsname Feibelmann, ist bis ins Jahr 1206 zurückzuverfolgen. Die Blumenthals waren Inhaber eines angesehenen Bekleidungsgeschäftes für Herren- und Knabenmoden in Mainz. Nachdem Fritz Blumenthal 1937 die medizinische Promotion nach einem in Würzburg abgeschlossenen Staatsexamen verweigert wurde, musste er aufgrund der seit Jahren betriebenen Juden-Hetze und -Verfolgung durch den Nationalsozialismus Deutschland 1938 verlassen und in die USA emigrieren. Promoviert hat er an der Medizinischen Fakultät der Universität Bern, musste dann aber zunächst in den USA mit einfachen Gelegenheitsarbeiten seinen Lebensunterhalt verdienen, absolvierte schließlich das amerikanische Arztexamen, bis er sich 1942 in einer kleinen Stadt nördlich von New York als praktischer Arzt mit internistischer Ausrichtung niederlassen konnte.

Dass ihm seine Eltern 1941 noch aus Berlin via Lissabon gefolgen waren, nachdem ihnen die Nazis ihr gesamtes Vermögen geraubt hatten, mutet heute wie ein Wunder an. Aus der verzweigten väterlichen und mütterlichen Verwandtschaft der Blumenthals und der Feibelmanns fielen, wie Fritz Blumenthal in seiner schwer entzifferbaren handgeschriebenen Autobiographie festhält, viele der Shoa zum Opfer. Über seine künstlerische Initiation gibt Blumenthals Autobiographie ebenfalls Auskunft. Ab dem 15. Lebensjahr widmet er sich intensiv der Zeichnung und Malerei. Die Zündung dafür muss ein Vertretungslehrer auf dem Mainzer Realgymnasium, ein Dr. Kohl, gegeben haben, der – für die damalige Zeit durchaus nicht selbstverständlich – seine Schüler im Kunstunterricht mit Reproduktionen der Malerei von Cézanne, Van Gogh und Picasso, des Kubismus, der zeitgenössischen expressionistischen Kunst und der neuen Sachlichkeit konfrontierte.

Diese Spuren lassen sich in den ausgestellten Werken durchaus entziffern, vor allem natürlich in denen aus der frühen Zeit. Die Parallelen zu Karl Hofer, Max Kaus, Werner Heldt, Karl Hubbuch, Erich Wolfsfeld, um nur einige der bekannteren Maler aus Blumenthals Generation zu nennen, sind unverkennbar. Sie erweisen Fritz Blumenthal als vollständig integriert in den avantgardistischen Strom seiner Zeit.

 

Verlagsangaben:

Ulrich Oevermann.Fritz Blumenthal - Maler, Mediziner, Mainzer Bürger. Schöpferisch zu sein, ist alles. Verlag Bonewitz. ISBN-10(13):9783981159042. copyright 2009. Herausgeber Prof. Dr. Detlef Garz. 10,00 Euro

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