Mainz-Vierteljahreshefte 2019 / 1

 

Sie gilt als eine der profiliertesten Bildhauerinnen des 20. Jahrhunderts, war eng mit Mainz verbunden und hinterließ sichtbare Spuren in der Stadt: Emy Roeder. Die Mainz-Vierteljahreshefte widmen sich in der Titelgeschichte ausführlich der Biografie und dem künstlerischen Werk der gebürtigen Würzburgerin.

Mainz spielte im Leben von Emy Roeder eine ganz besondere Rolle. Hier fand sie nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine neue Heimat. Zuvor hatte sie fast 20 Jahre in Italien gelebt. Als die Nazis die Macht übernahmen, weilte sie bereits dank eines Stipendiums in Florenz. Nachdem das NS-Regime ihre Skulptur „Die Schwangere“ als „entartet“ brandmarkten, mit der sie 1920 den Preis der Preußischen Akademie der Künste erhalten hatte und die 1921 von der Kunsthalle Karlsruhe erworben worden war, entschied sich Roeder, in Italien zu bleiben. Erst 1949 kehrte sie nach Deutschland zurück und begann in Mainz ein neues Leben. Hier arbeitete sie zunächst an der Landeskunstschule. Später stellte sie in Mainz ihre Arbeiten aus, erhielt öffentliche Aufträge und neben weiteren Auszeichnungen wurde sie zur Ehrenbürgerin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ernannt. Sie hinterließ sichtbare Spuren in der Stadt. Ihre Skulptur „Tripolitanerin“ steht bis heute am Rheinufer, das „Phönix“-Relief ziert den Eingangsbereich der Abteilung Kunstgeschichte auf dem Unicampus.

 

Weitere Themen: ein Interview mit der Mainzer Stadtschreiberin Eva Menasse, eine ungewöhnliche Mainz-Edition mit farbenfrohen Hühnern und Schweinen, ein Blick auf die Mainzer Stadtoberhäupter im 19. Jahrhundert und ein Porträt über den römischen Feldherren Drusus.

MVJH 2019/1

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